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letzte Änderung: 14.05.2017

Fahrtenbericht: 29. Jarmenfahrt - 28.04 - 01.05.2017

1. Tag: Anklam - Langsdorf - Demmin
An jedem letzten Wochenende im April laden die Sportkameraden vom Anklamer Ruderclub (ARK) traditionell zur jährlichen Jarmenfahrt ein. Diese Tour erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Sieht man u.a. daran, dass einige Sportfreunde (nicht aus Anklam) schon auf eine zweistellige Zahl ihrer Teilnahme verweisen können. Auch in diesem Jahr folgten der Ausschreibung zahlreiche Anmeldungen, die Sportler aus Schwerin, Hamburg, Hannover, Berlin, Dresden, Rostock, Bergen auf Rügen, Magdeburg, Greifswald und schließlich aus Anklam in gesteuerten Zweiern bzw. Vierern in Teams zusammenführte. Mit perfekt organisierten Transporten wurden Boote, Landgepäck und Sportler nach Langsdorf (nahe der Autobahnbrücke A20 bei Triebsees) gebracht, wo die Boote zügig aufgeriggert, die Obmänner bestimmt und die Mannschaften eingeteilt wurden. Es wurde zunächst der Trebelkanal befahren. Links und rechts fast unberührte Natur, ungewohnte Stille und damit Gelegenheit zu entschleunigen. So mancher machte sich Gedanken über die in Ufernähe stehenden abgestorbenen Bäume. Der Fahrtenleiter Dietrich Lück und die Sportler staunten nicht schlecht, als sich plötzlich über die gesamte Kanalbreite ein Hindernis aufspannte. Umgestürzte Bäume, hängengebliebenes Treibgut hatten dafür gesorgt, dass sich ein dichter Pflanzenteppich ausgebreitet hatte. Die Mannschaft eines Bootes stellte sich dem Abenteuer, zu erkunden, ob dieses Hindernis zu überfahren sei – es klappte. Als ein Boot im Hindernis steckenzubleiben drohte, konnte durch geschicktes und umsichtiges Manövrieren des Vierers unter Obmann Peter Schönbeck dieses mit einem beherzten Abschleppmanöver befreit werden. Die Anfahrt des nächsten Wasserwanderrastplatzes Nehringen gab den Bootsbesatzungen Gelegenheit, sich über das gerade Erlebte lebhaft auszutauschen. Im weiteren Fahrtenverlauf konnten die Bootsmannschaften die ein oder andere Biberburg, eine Bache mit Frischlingen und auch einen Rehbock schwimmend beobachten.

Auch wenn sich die Hansestadt Demmin bereits mit ihren höchsten Gebäuden im Blick der Steuerleute befand, bedurfte es noch einiger Kurvenfahrten und Kilometer, bis die Boote die Mündung zur Peene erreichten und schließlich im Demminer Segelclub Blau-Weiß festmachen konnten. Durch die Überwindung des Hindernisses hatte sich die Ankunft erheblich verzögert, so dass sich alle Ruderkameraden mit zügigem Schritt Richtung Hotel Pommernland aufmachten, in Erwartung eines leckeren Essens und einer wärmenden Stube. Das Buffet und die isotonischen Kaltgetränke wurden allseits gelobt und irgendwann fand jeder die verdiente Nachtruhe.

2. Tag: Demmin – Kummerower See - Demmin
Am zweiten Tag führte uns die Tour auf der Peene von Demmin nach Aalbude. Die Mannschaften wurden neu auf die Boote verteilt (wie an jedem weiteren Tag) und ab ging es mit frohem Mut. Der Blick in den Himmel ließ vermuten, dass sich die Regenvorhersagen wohl bewahrheiten würden. Zunächst blieb es aber trocken, allerdings blieben die Temperaturen im einstelligen Bereich. Auch auf diesem Wasserabschnitt konnte man sich an Natur pur sattsehen. Steuermannswechsel erfolgten entweder auf dem Wasser oder an geeigneten Anlegestellen. Am Wasserwanderrastplatz Aalbude machten alle Boote fest und die dortige Gaststätte wurde aufgesucht. Es gingen reichlich Getränke und Speisen über den Tresen. Gut gestärkt machten alle Boote einen Abstecher auf den Kummerower See; zwei Boote nutzen sogar die Gelegenheit bis nach Gravelotte zu rudern. Dann ging es wieder zurück Richtung
Demmin. Und dann musste tatsächlich das Regenzeug, wenn auch nur für kurze Zeit, ausgepackt werden. Wir zogen eine dunkle Wolke förmlich mit uns mit. Entschädigt wurden alle u.a. mit einem Blick auf zwei wunderschöne Seeadler, die Statuen gleich, ruhig auf einem Baum in Ufernähe saßen und sich gar nicht stören ließen. Am Wasserwanderrastplatz Trittelvitz wurde kurz Rast gemacht. Kurz vor Demmin nutzen einige Mannschaften eine kurze Einfahrt in die Tollense (Burgruine Haus Demmin), bevor es im Segelclub wieder „vor Anker“ ging.

3. Tag: Demmin - Jarmen
Der Fahrtenleiter machte am dritten Tag auf den vom Wetterdienst vorausgesagten Gegenwind aufmerksam, der uns in Stärken bis 3 bis nach Jarmen begleitete. Zur Mittagspause machten die Boote in Loitz fest. Einige Sportler nutzten die Gelegenheit im Restaurant Korl den legendären Peenetopf oder auch andere Leckereien zu probieren. Anschließeng ging es weiter Richtung Jarmen. Der Gegenwind blieb und so kam eine kleine Pause am Wasserwanderrastplatz Plestlin, an dem die Ruderkameraden mit kleinen Snacks neue Kräfte sammeln konnten, gerade recht. Unser Fahrtenleiter entpuppte sich dabei wieder einmal als hervorragender Reiseführer. Seine Ausführungen zum Herrenhaus Plestlin, Pferd Hanko und dem Olympiasieger Carl-Friedrich von Langendorf waren sehr unterhaltsam.

Am Nachmittag in Jarmen angekommen, wurden die Boote zügig an Land gebracht und sich auf den Weg zur nächsten Unterkunft begeben. Die Dusche tat gut. Noch besser war das Abendbrot, zu dem u.a. neben leckerem Kartoffelsalat frisch geräucherte Forellen gereicht wurden. An diesem Vorabend des 1. Mai sorgten Einwohner von Jarmen mit einem vorbeiziehenden Fackelumzug mit Kapellenbegleitung für Kurzweil und animierte den ein oder anderen Sportler dazu, sich einzureihen.

4. Tag: Jarmen – Anklam
Der vierte und letzte Tag der 29. Jarmenfahrt forderte unser aller Kräfte. In Voraussicht der Zunahme des Gegenwindes im Laufe des Tages wurde der Zeitplan geändert und die Abfahrt vorverlegt.
Gut daran getan. Denn stärker als am Vortag, aber noch ertragbar, begegnete uns der Gegenwind zunächst bis zur Mittagspause in Stolpe. Die Boote wurden größtenteils auf Land gebracht. Der Grill war schon angeheizt und die leckeren Würste und Steaks wurden mit Heißhunger verzehrt. Der ein oder andere legte mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen noch eine Energiereserve oben auf. Der Wind nahm mehr und mehr zu. Auf dem letzten Abschnitt konnte man die Stärke durchaus 5 (in Böen 6 bis 7) angeben. Auch durch geschickte Manöver der Steuerleute konnte nur hier und da durch Windschatten Erleichterung geschaffen werden.

Endlich kam die Anklamer Brücke und wenig später der Anleger des Anklamer Ruderklubs in Sicht. Nachdem alle Boote an Land, gereinigt und verstaut waren, wurde das Gruppenfoto geschossen.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Ruderkameraden und Ruderkameradinnen des Anklamer Ruderklubs, besonders aber an den Fahrtenleiter Dietrich Lück, für die umsichtig geplante (Transport, Unterkunft, Naturerlebnisse, …) und wieder einmal wunderbare Jarmenfahrt. Die Fahrt wird mit 130 km in die Fahrtenbücher der Teilnehmer eingetragen.

Es sei vorgemerkt: im kommenden Jahr gibt es die 30. Jarmenfahrt und man darf gespannt sein.

Petra Kasel, Greifswald, Mai 2017

Nachtrag: Die Ruderkameradin Christine Zornow vom Anklamer Ruderclub hat ein kleines Video über die diesjährige Jarmenfahrt gedreht und uns den Link dazu freundlicherweise zur Verfügung gestellt ... [zum Video]

Fahrtenbericht: 07.2012 - Wanderfahrt auf der Sava (Slowenien, Kroatien)

Mitte Juli starteten 11 Ruderer eine DRV-Wanderfahrt auf der Sava durch Kroatien,  Bosnien-Herzegowia und Serbien um nach 15 Tagen in Belgrad anzukommen ... [mehr]

Fahrtenbericht: 06.2011 - Vogalonga (Venedig)

Wir haben es getan! Bei herrlichstem Wetter nahmen in diesem Jahr erstmals drei Ruderer des GRC "Hilda" (Ute, Uta und Thilo) an der Vogalonga in Venedig teil. In einem Pulk von rund 1.700 muskelbetriebenen Boote mit ungefähr 6.000 Aktiven ging es um 09:00 Uhr mit dem traditinellen Kanonenschuss auf eine 30 km lange Strecke hiaus auf die Lagune.

Startpunkt und Ende der Strecke war der Markusplatz. Der Rundkurs ging vorbei an vielen Inseln. Höhepunkte waren die für ihre handgemachten Spitzen bekannte und idylische kleine Insel Burano sowie die bekannte Glasbläserinsel Murano.

Die Zielgerade war der Canale Grande im Zentrum der Stadt, eine der wohl bekanntesten Filmulissen der Welt und Anziehungspukt für Tausende von Touristen, die auch während der diesjährigen Vogalonga auf den Bücken und am Rande des Kanals standen und den Teilnehmern in den Booten zujubelten.

Die Vogalonga findet bereits seit 1975 statt und hat ihren Ursprung in einer Protestaktion gegen die immer größer werdende Anzahl an Motorbooten und die damit verbundene Zerstörung von Venedig und der Verschmutzung der Lagune.

Ein besonderes Erlebnis für Uta, Ute und Thilo war eine Einweisung in die traditionelle Kunst des Gondelruderns.

Die beeindruckende Atmosphäre und das besondere Flair der Vogalonga hat die drei zu der Aussage bewegt: "wir waren sicherlich nicht das letzte Mal Teilnehmer bei der Vogalonga ..." 

Ruderclub Hilda